Der bevorstehende Tattoo-Termin - auf was du vorher achten musst

Die Tage, Wochen und Monate vor dem Tattoo-Termin sind immer sehr spannend.

Zunächst kann die Zeit gar nicht schnell genug vergehen - ehe man überrascht ist, wie schnell der "Stichtag" dann doch vor der Tür steht.

Jeder kennt das Gefühl von "Ist schon wieder Weihnachten?" und ebenso verhält es sich meist auch mit dem bevorstehenden Tattoo-Termin.

Um Stress zu vermeiden und gut vorbereitet zu sein, habe ich hier einen kleinen Guide zusammengestellt, damit du den Termin möglichst stressfrei hinter dich bringen kannst und eine “schöne“ Zeit hast - zumindest rückblickend 😉

Die Tage vor deinem Tattoo-Termin

Die Zeit bis zu deinem Tattoo-Termin vergeht wie im Fluge - dennoch sollte man sich genug Zeit nehmen, um sich richtig darauf vorzubereiten

Die Zeit bis zu deinem Tattoo-Termin vergeht wie im Fluge - dennoch sollte man sich genug Zeit nehmen, um sich richtig darauf vorzubereiten

Gesundheit 

Ein gesunder Körper ist sozusagen die erste und wichtigste Voraussetzung für eine Tätowierung.

Achte darauf deine Haut schon im Vorfeld gesund zu halten.

Verzichte somit auf langes Sonnenbaden, um Sonnenbrände zu vermeiden. Und denke daran, dass man gut 4 Wochen nach dem Tätowieren noch immer nicht Schwimmen und auf Verabredungen für einen Saunaabend verzichten sollte.

Schon vor dem Termin solltest du deinen Tätowierer über jegliche Erkrankungen, Allergien und Infektionskrankheiten informieren - egal für wie banal du sie hältst. Denn Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte sind Bereiche, bei denen du deinen Tätowierer zu Rate ziehen musst.

Meist treten diese Krankheiten in Schüben auf und man kann die betroffenen Stellen nicht tätowieren. Gesunde Bereiche der Haut sind hingegen meist kein Problem. In einem solchen Fall würde ich stets zu einer Körperstelle raten, die nicht zu einem Ausbruch neigt. Falls du das Risiko doch eingehen möchtest, sei dir im Klaren darüber, dass das vorhandene Tattoo unter einem erneuten "Schub" in Mitleidenschaft gezogen werden kann - nicht muss, aber kann!

Und dann gibt es natürlich noch die “harmlosen” Erkrankungen.

Oftmals denken Kunden, dass der kleine Schnupfen oder das bisschen Fieber schon nichts ausmacht. Doch Tattoos sind eine Belastung für den Körper und sollten beim Tattoo-Prozess nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Wenn du krank bist, dann ist das nun mal so - und jeder Tätowierer wird dir das verzeihen und einen Ersatztermin für dich finden. Also hab keine Angst, dein persönliches Befinden anzusprechen.

Ich selbst bin überaus dankbar, wenn ich keinen Erkältungspatienten wieder nach Hause schicken muss, sondern früh genug Bescheid bekomme, um noch einen Ersatz für den Termin zu finden.

Außerdem bedenke, dass du mit deiner Erkältung oder Grippe auch immer den Tätowierer anstecken kannst! Das findet kein Tätowierer lustig.

Somit gilt grundsätzlich: Bist du krank? Dann lass es sein und melde dich frühzeitig ab. Also 24 Stunden bzw. am Abend vorher. Je früher desto besser.

Wann eine Rücksprache mit deinem Arzt notwendig ist

Es gibt verschiedene, schwerwiegende Krankheiten, die den Prozess des Tätowierens unmöglich machen und wiederum Erkrankungen, bei denen du Rücksprache mit deinem Arzt halten solltest.

Denn ein Tätowierer ist kein Arzt und somit kein Ersatz für eine fachliche medizinische Einschätzung!

Und auch wenn es Krankheiten gibt, bei denen sich dein Tätowierer Wissen aneignen kann, gibt es doch genug Erkrankungen (seltene Autoimmunerkrankungen oder Gerinnungsstörungen z.B.) bei denen man Rücksprache mit einem Spezialisten halten sollte.

Denn bei Diabetes zum Beispiel kann die Wundheilung gestört sein.

Eine Chemotherapie greift das Immunsystem an. Auch hier kann die Wundheilung gestört sein und das Infektionsrisiko höher liegen.

Krankheiten und Krankheitsverläufe sind immer individuell zu betrachten und können, in den meisten Fällen, gar nicht von eurem Tätowierer eingeschätzt werden. Im Zweifel ist es also immer besser, vorher den Hausarzt oder Spezialisten einmal mehr zu fragen, als einmal zu wenig.

Doch was ist, wenn eine Krankheit oder OP überstanden ist und nur Narben zurückbleiben?

Narben sollten vor dem Tätowieren erst einmal völlig ausheilen.

Bei OP-Narben kann dies schon mal 1-2 Jahre dauern und diese Zeit sollte man auch investieren, um dem geschädigten Gewebe Zeit zum Heilen zu geben. Du kannst die Zeit nutzen und die betroffene Hautstelle pflegen. Denn je schöner die Narbe abheilt, desto besser kann dein Tätowierer mit der Stelle arbeiten.

Kleinere Schnittverletzungen sind meist weitaus schneller abgeheilt. Aber auch hier gilt, dass sie erst geschlossen sein müssen!

Wenn du deine Haut vorher lasern lassen musst, damit z.B. ein Cover-up möglich ist, ist es ratsam zwischen dem letzten Lasertermin und dem ersten Tattoo-Termin ein halbes Jahr vergehen zu lassen, damit auch die tieferen Hautschichten ausheilen können.

Tattoos bei Periode, Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Frauen unter euch:

Die weibliche Periode ist bei jeder Frau recht unterschiedlich und jede Frau ist in dieser Zeit anders drauf. Manche klagen kaum über Schmerzen und Beschwerden, manche Frauen aber kommen vor Schmerz kaum aus dem Bett.

Grundsätzlich ist die Periode kein Hindernis und kein Tätowierer schickt dich deswegen nach Hause. Wenn du aber schon weißt, dass du in der Zeit angeschlagen bist oder unter Kreislaufproblemen leidest, dann plane deinen Tattoo-Termin besser an einem anderen Tag - wenn möglich. Denn letztlich kann jede Frau persönlich am besten einschätzen, wie stark die eigenen Beschwerden während ihrer Periode sind.

Bei Schwangerschaften und in der Stillzeit sind Tattoos übrigens absolut tabu.

Medikamente

Da Medikamente ein sehr weit gefasstes Feld sind - die alle andere Wirkungen, Wirkdauer, Halbzeitwerte und Nebenwirkungen haben - ist es wichtig zu wissen, was die Tabletten/Tropfen o.ä. in deinem Körper auslösen.

Lies also die Packungsbeilage, solltest du dir in naher Zukunft ein Tattoo stechen lassen. 

Bei Einnahme von Medikamenten, die eine blutverdünnende Wirkung haben (z.B. Marcumar) ist von einem Tattoo dringend abzuraten. Je nach Stärke des Mittels bedarf es vorher eine medikamentenfreie Zeit von 3-14 Tagen.

Aber auch Aspirin sollte vorher auf keinen Fall genommen werden. Auch hier besteht eine blutverdünnende Wirkung, die die Heilung und die Optik des Tattoos beeinträchtigen kann.

Wenn man gerade Antibiotika nimmt sollte der Tattoo-Termin unbedingt rechtzeitig abgesagt werden. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als den Weg zu seinem Tätowierer auf sich zu nehmen und dann wieder nach Hause geschickt zu werden.

Auch bei Medikamenten, die immunschwächend wirken, sollte man keine Tätowierung vornehmen lassen.

Im Falle, dass es sich um Medikamente handelt, die kurzfristig abgesetzt werden können, halte bitte Rücksprache mit deinem Arzt.

Ganz wichtig: auf keinen Fall, sollte man seine eigene Gesundheit gefährden, um ein Tattoo tragen zu können!

Schmerzmittel und Betäubungscremes

Schmerzmittel, als auch Betäubungscremes sind tabu!

Nimm Abstand von dem Gedanken, dass ein Schmerzmittel oder eine betäubende Creme den Schmerz beim Tätowieren erträglicher machen.

Insbesondere Betäubungscremes haben manchmal nur eine Wirkdauer von 30-60 Minuten und sobald die Wirkung nachgelassen hat, empfindet man den Schmerz oft als noch schlimmer.

Zudem kann die Haut aufquellen oder ‚schwammig‘ werden, was den Tätowierprozess erschwert oder manchmal auch unmöglich macht.

Drogen und Alkohol

Auf Alkohol und Drogen sollte vor der Tätowierung mindestens 24-48 Stunden verzichtet werden.

“Mut antrinken” ist sicher der falsche Weg und auch der nette Abend mit Freunden, sollte am Tag vor der Tätowierung ein wenig früher enden. Dies hat vor allem mit der blutverdünnenden Wirkung von Alkohol und der bewusstseinstrübenden Wirkung von Drogen zu tun.

Niemand sollte sich tätowieren lassen, der nicht bei voller Zurechnungsfähigkeit ist.

Zudem erhöhen manche Drogen das Empfinden, sodass schon geringer Schmerz plötzlich unerträglich wird.

Jeder seriöse Tätowierer, der derlei Dinge bemerkt, wird dich unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken.

Stress und Aufregung

Beides, Stress, als auch Aufregung, sind ganz normal vor einem Tattoo-Termin.

Oftmals ist es positiver Stress, der einen ganz hibbelig werden lässt. Leider ist es aber auch so, dass große Aufregung meist die Hauptursache für Kreislaufprobleme ist (gar nicht der Schmerz wie so oft vermutet wird).

Wenn man erstmal auf der Tattoo-Liege sitzt und nach 30 Minuten merkt, dass das Ganze gar nicht so schlimm ist, nimmt die Aufregung und der Adrenalinspiegel oft rapide ab. Und damit leider oft auch der Kreislauf.

Versuche also den Stress in Grenzen zu halten!

Bereite dich gut vor, so dass du nicht das Gefühl hast "etwas vergessen" zu haben und hastig wirst.

Gehe zeitig schlafen und mache es dir vorher am besten gemütlich. Trinke Tee, lies ein Buch, hör ein Hörbuch oder lenk dich ab.

Denn du brauchst nicht aufgeregt zu sein - alles wird gut gehen! Du wirst schon sehen.

Anreise

Auch die Anreise ist ein wichtiger Punkt und zählt ebenfalls ein wenig zum "Stress vermeiden".

Plane die Anreise rechtzeitig. Je nachdem wie weit dein Tätowierer weg wohnt, muss man die Parkplatzsuche, unpünktliche Verkehrsmittel, Staus oder sogar Übernachtungen mit einplanen. Schau dir die Wegbeschreibung an, damit du auf dem Weg nicht Umwege läufst oder verloren gehst.

Je sicherer du dir bist, was die Planung anbelangt, desto weniger Stress kommt auf.

Es ist nie verkehrt 15/20 Minuten zu früh zu sein. Diese übrig gebliebene Zeit kann man zur Not noch immer nutzen, um eine Runde zu drehen, oder einen Happen zu essen.

Besorgungen

Mache dir Vorher bewusst, ob du im Vorfeld noch etwas besorgen musst.

Das kann ganz simpel ein Hörbuch sein, das dich ablenkt.

Oder aber auch viel konkreter z.B. eine Tattoo-Creme/-Salbe für die Pflege nach dem Tätowieren - oder eine PH-neutrale Duschlotion.

Meist haben die Apotheken schon geschlossen, wenn der Termin rum ist - oder man ist schlicht und ergreifend nicht mehr motiviert genug, um in die nächste Apotheke zu springen. Die meisten Tattoo-Studios haben aber auch immer Tattoo-Salben im Studio - im Zweifel frag einfach vorher nach. 

Überleg dir außerdem, ob du für die zu tätowierende Körperstelle besondere Kleidung mitnehmen willst.  Rückenfreie Oberteile, eine Bikinihose (die man aufbinden kann) oder Bikinioberteile, können immer nützlich sein, damit der Tätowierer besser an die zu tätowierende Stelle kommt. Denk aber auch immer daran, dass du dir bequeme Kleidung aussuchst. Du sollst dich ja wohl fühlen.

Der Morgen am Tag deines Tattoo-Termins

Eine gute Vorbereitung ist wichtig - eine Checkliste für deinen Termin ist da nicht verkehrt

Eine gute Vorbereitung ist wichtig - eine Checkliste für deinen Termin ist da nicht verkehrt

Hygiene

Hygiene spielt nicht nur bei der Wahl des Tätowierers eine Rolle, sondern fängt natürlich auch bei einem selbst an. Man sollte auf jeden Fall frisch geduscht zum Termin erscheinen und saubere Kleidung tragen, weil Schweiß und Schmutz auf der Haut hervorragende Brutstätten für Bakterien sind.

Verzichte im Idealfall auf Cremes und Lotionen am Tag des Tätowierens. Dies kann unter Umständen die Haltbarkeit des Stencils (dem Motivabdruck auf der Haut, den der Tätowierer zum Tätowieren braucht) auf deiner Haut verringern.

Manche Tätowierer mögen es nicht, wenn der Kunde sich vorher die entsprechende Hautstelle rasiert. Ich persönlich finde es nicht schlimm, solang die Rasur frisch ist und du dich nicht geschnitten hast. Wie immer gilt: Im Zweifel, frag lieber nochmal einmal nach.

Wenn du zu buchstäblichen Schweißausbrüchen vor Aufregung neigst, kann auch die Mitnahme eines eigenen Handtuchs und/oder Deodorants nicht schaden - je nachdem wie du dich am wohlsten fühlst.

Nahrung

Man sollte zu Tattoo-Terminen auf keinen Fall nüchtern (ohne etwas gegessen zu haben) erscheinen. Auch, wenn man vielleicht vor lauter Aufregung nichts runter bekommt - erinnere dich daran, dass es hilft, wenn der Körper ausreichend vorbereitet ist.

Vergiss bitte auch nicht zu trinken. Auch wenn dies vielleicht zu mehr Pinkelpausen führt, wird es dir niemand verübeln.

Dinge die du mitnehmen solltest

Personalausweis

Der Personalausweis, oder jeder andere gültige Lichtbildausweis, ist natürlich wichtig bei allen Jüngeren und Jung-Gebliebenen und sollte unbedingt mitgebracht werden. Denn die meisten seriösen Tattoo-Künstler tätowieren erst ab 18 Jahren. Und manchmal muss dies natürlich kontrolliert werden.

Sieh es als Kompliment an, wenn du die 18 schon weit überschritten hast und dennoch nach einem Ausweis gefragt wirst 😉

Begleitung

Die Begleitung ist ein Thema, das jeder Tätowierer ganz anders handhabt. Manche möchten gar keine Begleitung dabeihaben, bei anderen darf die Begleitung nur mit in den Wartebereich, wiederum andere haben absolut kein Problem mit einer Begleitung.

Ich selbst handhabe es immer so, dass EINE nette Person mitkommen darf. Deine Begleitung sollte allerdings nicht ständig den Kopf zwischen deinem Tattoo und mir haben. Alles andere ist absolut kein Problem.

Frag aber bitte immer vorher nach, ob dies auch OK für deinen Tätowierer ist. Nicht, dass die Begleitung wieder den Rückzug antreten muss und sich extra den Tag freigenommen hat.

Geld

Natürlich solltest du auch an das Geld denken.

Meistens hat man schon einen Preis fest ausgemacht oder eine ungefähre Vorstellung davon, was an dem Tag preislich auf einen zukommt.

Nimm das Geld am besten passend mit und denke daran, noch etwas Extra mitzunehmen, falls du noch eine Pflegesalbe kaufen möchtest, einen Snack für danach brauchst oder dein Tank auf dem Rückweg leer werden sollte.

Nur sehr wenige Tätowierer bieten Kartenzahlung an. Die meisten Tätowierer rechnen bar ab. Wenn du dich doch von einem der wenigen Tätowierer mit Kartenlesegeräten tätowieren lässt, dann vergewissere dich, dass dir deine PIN bekannt ist und du deine EC- oder Kreditkarte dabeihast.

Handtuch

Ein Handtuch kann nie schaden.

Die Liegeflächen werden oftmals von einer Folie bedeckt, die auf der nackten Haut recht unangenehm sein kann oder das Schwitzen fördert.

Je nachdem wie du dich am wohlsten fühlst, kann es also auch Sinn machen, ein Handtuch oder eine Decke mitzunehmen.

Buch/Hörbuch/MP3-Player & Glücksbringer

Meist läuft in einem Tattoo-Studio schon Musik - aber diese muss nicht immer deinen eigenen Geschmack treffen.

Es gibt Tätowierer, die es bevorzugen, während des Tätowierens wenig bis gar nicht zu reden. Dies kann bei einer Tätowierzeit von 4,5 und mehr Stunden natürlich ein wenig eintönig werden.

Du kannst dir also gerne ein Buch, Hörbücher oder deine eigene Playlist mitbringen, um dich ein wenig abzulenken.

Nicht selten erlebt man als Tätowierer auch die Mitnahme gewisser Glücksbringer. Dies können kleine Kuscheltiere sein oder aber ein Stressball. So lang es dir hilft, ist es immer gut diesen Gegenstand dabei zu haben.

Getränke

Denke unbedingt daran dir etwas zu trinken mitzunehmen.

In vielen Studios gibt es zwar bereits Getränke - aber nur um auf Nummer sicher zu gehen, ist es nie verkehrt was Eigenes dabei zu haben.

Ein gewisser Zuckergehalt ist dabei auch nicht verkehrt.

Stärkungen & Snacks

Hier gilt das Gleiche, wie bei den Getränken. Bring dir etwas zu Essen mit, das du leicht zwischendurch snacken kannst.

Viele Tätowierer machen eine kleine Pause - denn natürlich brauchen wir selbst auch eine kleine Stärkung. Nutze diese Zeit, um deine Ressourcen wieder aufzufüllen.

Die meisten Tattoo-Studios haben immer kostenlose Süßigkeiten und Softdrinks vor Ort.

Aber es ist immer gut auch etwas Obst, ein Brötchen oder einen Müsliriegel dabei zu haben. Vor allem wenn man von 12 bis 18 Uhr im Studio sitzt.

Die passende Kleidung

Deine Kleidung sollte beim Termin locker sitzen und nicht spannen. An dem Tag deines Tattoo-Termins wirst du viel sitzen oder liegen. Dies sollte also möglichst bequem für dich sein.

Kein Tätowierer erwartet, dass du das hübscheste Kleid trägst oder deine beste Hose. Im Gegenteil. Während des Tätowierens kann deine Kleidung durch Farbe oder Wundflüssigkeit verschmutzen. Manchmal lässt sich die Farbe auch nicht mehr herauswaschen. Daher ist es von Vorteil Kleidung zu tragen, bei der dir Flecken nicht persönlich einen Stich ins Herz versetzten. Bezieh diese Punkte also in deine Kleiderwahl mit ein.

Zudem überlege dir gut, ob man bei der Kleidung gut an die zu tätowierende Stelle herankommt. Lässt sich die Hose leicht hochkrempeln, ohne das Bein abzuschnüren? Ist das Oberteil ärmellos/rückenfrei? Ist die Hose kurz genug? 

Ein weiterer Punkt können dicke Socken sein und/oder ein Cardigan zum Überziehen. Den meisten Menschen wird nämlich nach einer gewissen Zeit auf der Tätowierliege kalt. Du kannst dem entgegenwirken, indem du dir Kleidung mitnimmst, die du dir im Notfall überwerfen kannst, wenn das Frösteln beginnt.

All diese Punkte helfen dir und dem Tätowierer den Tag möglichst gelassen zu verbringen.

Smartphone & Powerbank/Ladekabel

Ein Smartphone kann ungemein praktisch sein. Man kann sich damit die Zeit vertreiben, ein wenig im Internet surfen oder Spiele spielen. 

Viel wichtiger ist aber, dass es euch auch dazu dienen kann Verspätungen dem Tätowierer mitzuteilen oder aber im Zweifelsfall jemanden anzurufen, der einen abholen soll. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn dein Kreislauf nicht mehr mitmachen sollte oder man sich selbst nicht mehr als fahrtüchtig einschätzt.

Damit am Ende des Tages noch genug Strom im Akku ist, kann es nicht verkehrt sein eine Powerbank oder ein Ladekabel mitzunehmen.

Bei mir im Studio habe ich zwar immer eine Stromversorgung für alle handelsüblichen Smartphones und Tablets. Diese Möglichkeit bietet jedoch nicht jedes Studio an und so kann es nie verkehrt sein, wenn du selbst daran denkst.

Etwaige Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel

Und zu guter Letzt:

Falls du von weiter herkommst und ohne Auto anreist, denk auch an deine Tickets für die entsprechenden Verkehrsmittel.

Kurz zusammengefasst - meine Checkliste zum Tattoo-Termin:

  • Die Grundvoraussetzung ist, dass du dich in einem gesundheitlich unbedenklichen Zustand befindest. Sollte dies nicht der Fall sein, verschiebe deinen Termin.

  • Alle Allergien, Erkrankungen und Bedenken sind dem Tätowierer vor dem Termin mitzuteilen. Im Idealfall schon bei der Terminvergabe.

  • Verzichte vor deinem Termin auf:

    • langes Sonnenbaden

    • bedenkliche Medikamente (blutverdünnend, immunschwächend)

    • Schmerzmittel

    • Drogen / Alkohol

    • Betäubungssalben

    • Stress

  • Beachte bitte, dass:

    • bedenkliche Gesundheitsfragen mit dem Arzt zu klären sind

    • Narben und Wunden an der zu tätowierenden Stelle verheilt sein müssen

    • Tattoos bei Schwangerschaft und Stillzeit tabu sind

    • du früh genug Vorbereitungen für deinen bevorstehenden Termin triffst

    • du ausgeschlafen, geduscht und mit sauberen Anziehsachen zum Termin erscheinst

    • du vor deinem Termin Nahrung und Flüssigkeiten zu dir nimmst

  • Zu deinem Tattoo-Termin solltest du mitnehmen:

    • Personalausweis (oder anderen gültigen Lichtbildausweis)

    • bequeme, praktische Kleidung

    • Essen und Trinken

    • Begleitung (1 Person)

    • Ablenkung (Buch, Hörbuch, Musik, Glücksbringer)

    • Smartphone / Handy (+ Powerbank / Ladekabel)

    • Handtuch (und/oder Decke / dicke Socken)

    • Geld

    • Tickets (falls du mit dem öffentlichen Nahverkehr kommst)

Solltest du all diese Punkte beachten, dürfte dein Tattoo-Termin wirklich entspannt für dich losgehen und ohne jegliche Komplikation enden.

Und mach dich nicht zu verrückt. Denn letztlich geht eh immer alles gut 😊

Weitere Themen aus meinem Tattoo-Guide findest du unter: