Tattoo-Pflege - die richtige Pflege für frische und abgeheilte Tätowierungen

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1. Wieso die Tattoo-Pflege so wichtig ist

Die Auswahl eines guten Tätowierers ist der erste wichtige Schritt für ein langanhaltend schönes Tattoo. 

Damit das Tattoo jedoch auch lange schön aussieht, ist neben der Wahl des Tattoo-Studios oder -Künstlers, die Nachsorge und Pflege des neuen Tattoos ebenfalls ein extrem wichtiger Faktor

Denn beim Tätowieren entsteht durch den Tätowierprozess, bei dem Nadeln immer wieder in deine Haut einstechen, eine Wunde – in etwa wie bei einer Schürfwunde. Und diese Wunde muss genau wie jede andere Wunde auch, gut versorgt werden, um Infektion zu vermeiden und unschöner Narbenbildung entgegenzuwirken.

Wie du dein frisch gestochenes Tattoo versorgst und wie du es weiterhin langfristig pflegst, hat also auch Auswirkungen darauf, wie dein Tattoo langfristig aussehen wird. Wenn der Tätowierer sein Bestes gegeben hat, liegt also die Verantwortung schließlich bei dir.

Während ich bereits beschrieben hab, worauf du bei deinem ersten Tattoo oder der Auswahl des Tattoo-Studios achten solltest, möchte ich dir mit diesem Artikel die für dich besten Tipps auf den Weg geben, damit du auch wirklich weißt wie du dein frisches Tattoo versorgen musst und wie du es dauerhaft pflegst, damit die Farbpigmente in der Haut lange erhalten bleiben und dein Tattoo lange gut aussieht.

 

2. Eine gute Tattoo-Pflege beginnt noch vor dem Tattoo-Termin

Die Nachsorge und Pflege des Tattoos beginnen nicht erst nach dem Stechen!

Schon vor dem Stechen ist es wichtig, schon mit der Wahl des richtigen Tattoo-Studios auf Hygiene und Sauberkeit zu achten. 

Das ist möglich indem man sich das Tattoo-Studio vorher einmal ansieht, sich Fotos von den Arbeiten im Internet anschaut oder auch einfach Bewertungen zu dem Studio oder dem Künstler liest. 

  • Waren bisherige Kunden von der Sauberkeit und der Hygiene gänzlich überzeugt?

  • Nutzt der Tätowierer ausschließlich Einwegmaterialien für den Tätowierprozess?

  • War das Gesundheitsamt schon mal vor Ort und hat das Studio überprüft?

  • Informiert der Tätowierer im Vorhinein schon darüber welche Hygiene-Maßnahmen vor dem Termin auch durch den Kunden getroffen werden sollten?

Wenn du bestimmte Informationen nicht finden solltest, dann frag nach und hinterfrag auch – das ist dein gutes Recht!

Die Hygiene ist nämlich der wichtigste Punkt beim Tätowieren und sollte nicht einfach auf die leichte Schulter genommen werden.  

Die Verantwortung der Hygiene liegt natürlich bei uns Tätowierern, wir sind die Profis und wir müssen einen hygienisch einwandfreien Prozess gewährleisten. 

Und nach diesem Maßstab sollte man einen Tätowierer bzw. ein Tattoo-Studio auch aussuchen.

Jedoch muss ich leider auch sagen, dass sich nicht alle Tätowierer gleichermaßen daran halten oder diesen Punkt oft auch auf die leichte Schulter nehmen.

Also achte auch selbst darauf, dass du vor deinem bevorstehenden Tattoo-Termin auf folgende Punkte achtest:

  • Die Grundvoraussetzung ist, dass du dich in einem gesundheitlich unbedenklichen Zustand befindest. Sollte dies nicht der Fall sein, verschiebe deinen Termin.

  • Alle Allergien, Erkrankungen und Bedenken sind dem Tätowierer vor dem Termin mitzuteilen. Im Idealfall schon bei der Terminvergabe.

  • Verzichte vor deinem Termin auf:

    • langes Sonnenbaden

    • bedenkliche Medikamente (blutverdünnend, immunschwächend)

    • Schmerzmittel

    • Drogen / Alkohol

    • Betäubungssalben

    • Stress

  • Beachte bitte, dass:

    • bedenkliche Gesundheitsfragen mit dem Arzt zu klären sind

    • Narben und Wunden an der zu tätowierenden Stelle verheilt sein müssen

    • Tattoos bei Schwangerschaft und Stillzeit tabu sind

    • du früh genug Vorbereitungen für deinen bevorstehenden Termin triffst

    • du ausgeschlafen, geduscht und mit sauberen Anziehsachen zum Termin erscheinst

    • du vor deinem Termin Nahrung und Flüssigkeiten zu dir nimmst

Den gesamten Artikel zu den Punkten, auf die du vor deinem bevorstehenden Termin achten musst, findest du auch hier.

3. Die richtige Nachsorge deines frischen Tattoos direkt nach dem Tattoo-Termin

Direkt nach dem Stechen, nachdem du die anstrengende Tätowier-Prozedur endlich hinter dir hast, wird dein frisches Tattoo ein letztes Mal noch vom Tätowierer mit einem Wunddesinfektionsspray desinfiziert, mit einer Wund- und Heilsalbe eingecremt und mit einem luftdurchlässigen Folien-Wundverband oder einer anderen Folie versiegelt.

Ab diesem Moment bist du für die Nachsorge deiner frisch tätowierten Haut selbst verantwortlich. 

Und je nach Wahl des Folienverbands kommt es hier zu Unterschieden in der Nachsorge:

Selbstklebender Folien-Wundverband von Suprasorb

Persönlich nutze ich Großteils immer den selbstklebenden Folien-Wundverband von Suprasorb* für meine Arbeiten. Bekommst du also einen solchen Folien-Wundverband von mir oder deinem Tätowierer, kannst du diesen 2-3 Tage lang ohne Bedenken auf der Wunde lassen und musst diesen auch nicht wechseln. 

In diesen drei Tagen musst du dir keine Sorgen um das Waschen oder Eincremen der Wunde machen. Allerdings solltest du darauf achten, dass keine Lücken im Verband entstehen, durch die Keime von außen eindringen können.

Nach den zwei bis drei Tagen solltest du den Folienverband nah an der Haut abziehen und das Tattoo mit desinfizierten Händen, lauwarmem Wasser und einer parfumfreien, pH-hautneutralen Seife waschen

Anschließend solltest du das Tattoo mit einem fusselfreien Tuch trocken abtupfen und mit einer dünnen Schicht Wund- und Heilsalbe eincremen. Diesen Vorgang wiederholt man dann mehrmals täglich (2-4-mal).

Doch kann man einen solchen selbstklebenden Folienverband leider nicht immer nutzen.

Solltest du jedoch eine Pflaster-Allergie haben oder wenn die tätowierte Körperstelle für eine solche selbstklebende Folie ungeeignet ist, wirst du einen konventionellen Folienverband bekommen.

Konventioneller Folienverband

Solltest du nach dem Tätowieren einen konventionellen, also nicht selbstklebenden, Folienverband bekommen, kannst du den Verband noch am Abend desselben Tags abnehmen und das Tattoo mit desinfizierten Händen, lauwarmem Wasser und einer parfumfreien, pH-hautneutralen Seife waschen

Anschließend solltest du das Tattoo mit einem fusselfreien Tuch trocken abtupfen und mit einer dünnen Schicht Wund- und Heilsalbe eincremen. Diesen Vorgang wiederholt man dann mehrmals täglich (2-4-mal).

Es gibt zu dem noch die sogenannten “Dry Loc Pads“, das ist ein saugfähiger Tattoo-Verband, der überschüssiges Wundwasser aufsaugt. Dies kann vor allem bei stark nässenden, flächigen Tätowierungen hilfreich sein. Ich selbst nutze diesen Verband nicht, da die von mir gestochenen Tattoo üblicherweise sehr wenig Wundflüssigkeit “aussuppen“ und dadurch der Nutzen für meine Arbeiten nicht vorhanden ist.

Feuchte Wundheilung – die beste Form der modernen Wundheilung bei Tattoos

Um die Wundheilung zu beschleunigen und die Narbenbildung zu verringern, wird bei der Nachsorge von Tätowierungen eine feuchte Wundheilung empfohlen. Bei der feuchten Wundheilung wird, wie der Name schon sagt, die Wunde dauerhaft feucht gehalten. Experten empfehlen dabei das regelmäßige Säubern (2-4 mal täglich) der Wunde mit sauberen Händen, lauwarmem Wasser und einer parfumfreien Seife - anschließend sollte die Wunde fusselfrei trockengetupft und mit einer feuchtigkeitsspendenden Wund- und Heilsalbe eingecremt werden. Austretendes Wundwasser wird erneut abgetupft, um eine Schorfbildung zu verhindern.

Hier ein kurzes Video von dm zur Pflege von Tattoos.

Inhaltlich ist dieses sehr gut zusammengefasst - spezielle Tattoo-Cremes sind jedoch nicht nötig. Eine gute Panthenol-Salbe aus der Apotheke versorgt die Wunde deines frischen Tattoos genauso gut.

Und langfristig benötigt man nicht mehr, als eine gute Feuchtigkeitscreme für die Haut und eine mineralische Sonnencreme bei direkter Sonneneinstrahlung.

Gute Produkte die ich selber auch nutze verlinke ich unten.

Trockene Wundheilung? – nicht zu empfehlen

Früher ging man davon aus, dass die trockene Wundheilung die bessere Methode sei, um eine Wunde zu versorgen. Dabei heilte die Wunde lediglich an der Luft oder wurde durch ein Pflaster oder einen Verband geschützt. Der Schorf (Kruste) der bei der trockenen Wundheilung entstand, galt als bester und natürlicher Schutz für die Wunde.

Die Wissenschaft ist sich jedoch mittlerweile einig, dass die Krustenbildung bei der trockenen Wundheilung die Wundheilung verzögert und die Narbenbildung erhöht

Egal was du also lesen oder hören solltest, halte dich an die Vorgaben für die feuchte Wundheilung.

4. Die ersten Tage und Wochen nach dem Tätowieren - auf was es in der Heilungsphase zu achten gilt

Die kritische Abheilphase in der dein Tattoo viel Aufmerksamkeit und Pflege braucht, dauert ca. 2-4 Wochen. In dieser Zeit solltest du unbedingt auf die folgenden Punkte achten, damit dein Tattoo schnell abheilen kann:


4.1. Waschen & cremen

Während den 2-4 Wochen der Heilungsphase solltest du dein neues Tattoo jeden Tag mindestens einmal morgens und abends mit sauberen Händen, pH-neutraler und hautschonender Seife waschen, die Stelle vorsichtig trocken abtupfen und mit einer Wund- und Heilsalbe eincremen.

Du kannst auch eine spezielle Tattoo-Creme verwenden, jedoch reicht oft schon eine gute Panthenol-Salbe aus der Apotheke. Wenn es dir zeitlich möglich ist, kannst du dies auch noch ein drittes oder viertes Mal am Tag tun.

Die normale Panthenol-Creme von ratiopharm* erhältst du auch in jeder Apotheke. Diese reicht vollkommen aus, um dein frisches Tattoo bei der Heilung zu unterstützen.

Die vegane Tattoo-Creme von Hustle Butter Deluxe* kannst du, sofern du dich von mir tätowieren lassen solltest, auch bei mir im Studio kaufen - solltest du vor oder nach deinem Termin keine Lust mehr haben zur Apotheke zu gehen.

Eine gute Tattoo-Creme, die ich noch empfehlen kann, ist die Tattoo-Creme von Pegasus Pro*. Diese ist wirklich gut und günstig.

4.2. Nicht kratzen, wenn es juckt

Egal wie sehr es jucken sollte, während der Heilungsphase darfst du nicht über das frische Tattoo kratzen.

Versuche es wirklich auszuhalten, denn es geht vorüber!

Gegen den Juckreiz hilft jedoch auch das regelmäßige Eincremen mit einer Tattoo-Creme oder Panthenolsalbe. Somit wären wir wieder beim ersten Punkt – regelmäßig eincremen!

Ansonsten verschafft ein leichtes Klopfen mit der flachen Hand auch Linderung.

4.3. Richtige Kleidung

Es ist wichtig, dass die tätowierte Stelle während der Heilphase nicht an der Kleidung oder anderen Stoffen kleben bleibt und viel Luft bekommt.

Achte also darauf, dass du lockere und luftige Kleidung trägst.

4.4. Staub und Schmutz meiden

Eigentlich sollte sich von selbst verstehen, dass während der 2-4 Wochen kein Staub oder Schmutz an die tätowierte Hautstelle kommt.

Nun ist mir jedoch auch bewusst, dass dies manchmal nicht ganz so einfach ist – beispielsweise, weil man im Beruf häufig mit Staub oder Schmutz in Kontakt kommt.

Sollte dies der Fall sein empfehle ich, die tätowierte Stelle mit einem lockeren Verband oder sauberer Kleidung abzudecken.

Auf keinen Fall sollte Frischhaltefolie langfristig angewendet werden, da diese nicht atmungsaktiv ist und es bei unsachgemäßer Anwendung zu einer Infektion kommen könnte.

Vergiss trotz Verband aber nicht das regelmäßige Eincremen.

4.5. Sonne vermeiden

Vermeide in der Heilungsphase jegliche Form direkter Sonneneinstrahlung auf dein neues Tattoo. Dieser Punkt ist besonders wichtig in der Heilungsphase, weil die UV-Strahlen direkt oder durch eine dünnere Hautschicht an die Farbpigmente gelangen können und die Gefahr in dieser Zeit hoch ist, dass die UV-Strahlung schneller Pigmente zerstören kann.

Jedoch sollte auch bei einem abgeheilten Tattoo die direkte Sonnenstrahlung ohne einen aufgetragenen Sonnenschutz gemieden werden.

Sonneneinstrahlung kann man nämlich mit einem diffusen Laser vergleichen - einer Laserentfernung nicht unähnlich. Nach und nach werden Pigmente von dieser zerstört und abtransportiert - ohne Sonnenschutz verblasst das Tattoo und wird so mit der Zeit immer heller.

4.6. Sport, Sauna-Gänge und Schwitzen vermeiden

Beim Schwitzen kann es dazu kommen, dass die Haut und somit auch das neue Tattoo aufweicht und Farbpigmente verstärkt aus der mittleren Hautschicht ausgeschwemmt werden, da diese vom umliegenden Hautgewebe noch nicht verkapselt wurden. 

Vor allem im Sommer bedeutet das, verstärkt darauf zu achten nicht stark zu schwitzen und vor allem die Sonne zu meiden.

4.7. Nicht baden - egal ob in der Wanne oder Schwimmbad

Die Haut kann natürlich nicht nur durch innere Einflüsse, sondern auch durch äußere, aufschwemmen. Während 10-minütiges Duschen noch okay ist, sollte ca. 4 Wochen auf baden und schwimmen verzichtet werden.

5. Bunt im Altenheim – wie du dein Tattoo dauerhaft pflegen solltest, damit es langfristig gut aussieht

Mit der richtigen Nachsorge dürftest du nach dem Stechen mit deinem neuen Tattoo keine Probleme haben. 

Damit dein Tattoo jedoch auch wirklich lange gut aussieht, beeinflusst zwar in erster Linie das Können deines ausgewählten Tattoo-Künstlers oder -Studios – doch auch die Nachsorge nach dem Stechen und die dauerhafte Pflege deines Tattoos sind enorm wichtig.

Langfristig musst du in der Pflege deines Tattoos auf zwei Punkte besonders achten:

Sonnenschutz und Hautpflege!

Es gibt jedoch noch zwei weitere Punkte die oft nicht beachtet oder unerwähnt bleiben:

5.1. Sonnenschutz

UV-Strahlen sorgen durch die Melanin-Produktion in der Haut leider nicht nur für einen braunen Teint. UV-Strahlen brechen auch die Farbpigmente der Tattoo-Farbe in der Haut nach und nach auf, wodurch sich immer weniger Pigmente in der Haut befinden und das Tattoo dadurch verblasst

Somit ist es für dein Tattoo essenziell, dass du es vor der Sonne schützt!

Und ich möchte hier wirklich eine Warnung aussprechen – wer nicht darauf achtet, sein Tattoo vor der Sonne zu schützen, sorgt selber dafür, dass das Tattoo verblasst!

Sonnenstrahlen und Laserstrahlen, die bei einer Laser-Entfernung eingesetzt werden, unterscheiden sich nicht großartig. Lediglich die Intensität der Strahlen ist unterschiedlich. Der Effekt ist jedoch der Gleiche.

Bei Sonnenstrahlen, als auch bei der Laserentfernung, werden Farbpigmente der Tattoo-Farbe in der mittleren Hautschicht aufgebrochen und über das Lymphsystem abgetragen. 

Um das Verblassen des Tattoos durch die UV-Strahlung zu unterbinden, ist es wichtig, das Tattoo vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Das geht in dem man das Tattoo durch Kleidung verdeckt oder das Tattoo mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremt.

Benutzt dabei am besten eine mineralische Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindesten 50.

Vermeidet auch langes Sonnenbaden oder den Gang ins Solarium.

Ein Tattoo ist eine Entscheidung fürs Leben und sollte nicht nur wohl überlegt sein, sondern auch richtig umgesetzt und gepflegt werden. 

Und so sollte man sich am besten für eines von beidem entscheiden. Braune Haut oder schöne Tattoos. Beides haben zu wollen widerspricht sich und ist somit nicht möglich!

Bei der Auswahl der Sonnencreme solltet ihr grad bei tätowierter Haut darauf achten, keine Sonnenschutz-Creme auf Basis von chemischen UV-Filtern zu verwenden, sondern auf mineralische Sonnencremes zu setzen.

Diese Sonnencremes verwenden häufig Zinkoxid als UV-Filter und gelten als effektivster und sicherster Sonnenschutz - der nicht in die Haut eindringt, sondern auf der Hautoberfläche verbleibt und so effektiv UV-Strahlen blockiert.

Die Sonnencremes von FUKA ERI* und AYAN Baby* sind beides mineralische Sonnencremes, die auf Zinkoxid als UV-Blocker setzen, statt auf chemische Inhaltsstoffe.

Umwelt-Tipp: Solltet ihr in den Urlaub bzw. an den Strand fahren, achtet bei der Auswahl der Sonnenschutz-Creme bitte nicht nur auf einen hohen Lichtschutzfaktor, sondern auch auf den Hinweis, ob eure Sonnenschutz-Creme “Reef friendly“ oder “Riff sicher“ ist. Denn es ist nicht nur wichtig auf unsere Haut zu achten, sondern auch auf die Umwelt.

Die Sonnencreme von NEW Layer* ist genau eine solche Sonnenschutz-Creme, die halt auch “Reef friendly“ und frei von jeglichem Mikroplastik ist.

5.2. Hautpflege

Zur dauerhaften Hautpflege sollte die Versorgung der Haut durch viel Feuchtigkeit erfolgen, um die Elastizität beizubehalten.

Schmiere daher deine Haut regelmäßig/täglich mit feuchtigkeitsspendenden Cremes ein. Vor allem trockene Hautstellen wie Ellenbogen, Knie, Füße und Hände.

Dazu kannst du jedoch jede feuchtigkeitsspendende Lotion aus dem Drogeriemarkt verwenden. Zu empfehlen sind Cremes die Hyaluronsäure enthalten - ein Stoff, der im menschlichen Körper selbst vorkommt und sich dadurch auszeichnet, dass er hohe Mengen an Wasser binden kann.

5.3. Starke Gewichtsschwankungen

Leider wird jedoch bei dem Punkt der Hautpflege oft vergessen zu erwähnen, dass auch auf zu starke Gewichtsschwankungen geachtet bzw. vermieden werden sollten.

Denn oft führen starke Gewichtschwankungen zu Rissen in der Haut und können so bestehende Tattoo-Motive zerstören oder den Tätowier-Prozess erschweren.

Dies kann natürlich auch bei übermäßigen Muskelaufbau geschehen. 

5.4. Wunden, Kratzer & entzündete Mückenstiche

And last but not least - jeder Schnitt und jeder Kratzer in oder auf tätowierter Haut kann dazu führen, dass Narben entstehen und somit an dieser Stelle die Farbe des Tattoos verschwindet.

Achte also besonders an tätowierten Hautstellen darauf, dass du dich dort nicht zu feste kratzt, Mückenstiche oder Hautunebenheiten aufkratzt oder dich dort verletzt.

Darauf hat man natürlich nicht immer Einfluss. Mit etwas Vorsicht vermindert man jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass dem Tattoo etwas passieren sollte.

Die Tattoo-Pflegeanleitung als kurze Zusammenfassung

Lange Rede, kurzer Sinn - hier habe ich alle wichtigen Punkte kurz und knackig zusammengefasst, auf die du bei deinem neuen Tattoo achten solltest.

Vor deinem Termin solltest du:

  • bei der Wahl der Wahl des Tätowierers/Tattoo-Studios auf Können, Erfahrung, Hygiene und Sauberkeit achten

  • dich in einem gesundheitlich unbedenklichen Zustand befinden

  • deinem Tätowierer alle Allergien, Erkrankungen und Bedenken mitteilen

  • auf langes Sonnenbaden, bedenkliche Medikamente (blutverdünnend, immunschwächend), Schmerzmittel, Drogen / Alkohol, Betäubungssalben und Stress verzichten

  • darauf achten, dass:

    • bedenkliche Gesundheitsfragen mit dem Arzt zu klären sind

    • Narben und Wunden an der zu tätowierenden Stelle verheilt sein müssen

    • Tattoos bei Schwangerschaft und Stillzeit tabu sind

    • du früh genug Vorbereitungen für deinen bevorstehenden Termin triffst

    • du ausgeschlafen, geduscht und mit sauberen Anziehsachen zum Termin erscheinst

    • du vor deinem Termin Nahrung und Flüssigkeiten zu dir nimmst

Nach deinem Tattoo-Termin:

  • wird dein frisches Tattoo ein letztes Mal vom Tätowierer mit einem Wunddesinfektionsspray desinfiziert, mit einer Wund- und Heilsalbe eingecremt und mit einem luftdurchlässigen Folien-Wundverband oder einer anderen Folie versiegelt

  • zu Hause angekommen, solltest du, je nach Folien-Wundverband:

    • den selbstklebenden Folien-Wundverband

      • 2 - 3 Tage auf der Wunde lassen.

      • Achte jedoch darauf, dass keine Lücken im Verband entstehen, durch die Keime von außen eindringen können.

      • Nach 2 - 3 Tagen solltest du den Folienverband nah an der Haut abziehen und das Tattoo mit desinfizierten Händen, lauwarmem Wasser und einer parfumfreien, pH-hautneutralen Seife waschen.

      • Anschließend solltest du das Tattoo mit einem fusselfreien Tuch trocken abtupfen und mit einer dünnen Schicht Wund- und Heilsalbe eincremen. Diesen Vorgang wiederholt man dann mehrmals täglich (2 - 4-mal).

    • den konventionellen, nicht selbstklebenden, Folien-Wundverband

      • noch am selben Abend desselben Tags abnehmen und das Tattoo mit desinfizierten Händen, lauwarmem Wasser und einer parfumfreien, pH-hautneutralen Seife waschen.

      • Anschließend solltest du das Tattoo mit einem fusselfreien Tuch trocken abtupfen und mit einer dünnen Schicht Wund- und Heilsalbe eincremen. Diesen Vorgang wiederholt man dann mehrmals täglich (2 - 4-mal).

      • In der ersten Nacht das Tattoo bitte nicht erneut in Folie einwickeln. Das eingecremte Tattoo sollte dann, wenn nötig, lieber durch Verbandszeug geschützt werden und am nächsten Morgen wieder entfernt und erneut abgewaschen, abgetrocknet und eingecremt werden.

  • 2 - 4 Wochen lang sollte das neue Tattoo

    • jeden Tag, mindestens einmal morgens und abends, mit sauberen Händen, pH-neutraler und hautschonender Seife waschen, die Stelle vorsichtig trocken abtupfen und mit einer Wund- und Heilsalbe eincremen.

      • Das Eincremen wiederholt man bis zu 4-mal täglich, um ein feuchtes Wundheilungsmilieu zu gewährleisten.

    • nicht gekratzt werden, selbst wenn es juckt!

      • Halte es entweder aus,

      • creme es, wenn nötig, erneut ein,

      • oder klopfe ganz sachte mit der flachen Hand auf die juckende Stelle.

    • nicht an der Kleidung oder anderen Stoffen kleben bleiben und viel Luft bekommen.

      • Achte also darauf, dass du lockere und luftige Kleidung trägst.

    • vor Staub/Schmutz, Sonne, Schwitzen durch Sauna-Gänge oder Sport und Wasser durch Baden oder Schwimmen geschützt werden!

Damit dein Tattoo lange gut aussieht, solltest du darauf achten:

  • bei direkter Sonneneinstrahlung immer eine mineralische Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, von mindestens LSF 50, zu nutzen.

  • deine tätowierte Haut regelmäßig/täglich mit feuchtigkeitsspendenden Cremes zu pflegen.

    • Zu empfehlen sind Cremes die Hyaluronsäure enthalten.

  • starke Gewichtsschwankungen zu vermeiden.

  • Kratzer und Wunden zu unterbinden.

Die Tattoo-Plegeanleitung als PDF-Download

Solltest du dir die Pflegeanleitung für dein Tattoo auch ausdrucken wollen, kannst du dir hier die Anleitung auch als PDF herunterladen:

 

 

 


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